Die Beiträge steigenDie meisten Unternehmen die sich mit privaten Krankenversicherungen befassen kalkulieren ihre Tarife so, dass am Anfang der Versicherungszeit sie oberhalb der tatsächlichen Leistungen liegen, und nur später unterhalb der anfallenden Gesundheitskosten kommen. Das Geld das in den jungen Jahren gespart wurde dient als Polster für die Zukunft. Jedoch konnte diese Vorsorge nicht verhindern dass die Versicherten immer wieder extreme Preisschübe über sich ergehen lassen mussten. Die Verbraucherschützer betonen dass mit dem medizinischen Fortschritt, dem stetig steigenden Lebenserwartung und mit der schwindenden Zahl der jungen Versicherten, die Gesellschaften ihre Preise regelmäßig nach oben korrigieren müssen. Durchschnittlich verdoppeln sich die Kosten alle 12 Jahre, das bedeutet zweimal schneller als bei den gesetzlichen Krankenkassen. In den kommenden Jahren wird sich die Situation der Privaten noch weiter verschärfen. Denn bald können auch gesundheitlich angeschlagene Patienten in günstige PKV Angebote wechseln durch den Basistarif, ohne Risikozuschläge zu befürchten. Deshalb sind die Versicherer gezwungen ihre Berechnungen noch einmal völlig zu verändern. Versicherungsberater Stefan Albers äußert sich so über die extremen Beitragsschübe für die Bestandskunden: „Allein um die Basistarifler zu finanzieren, sollten sich langjährige PKV-Versicherte auf Preissprünge von mindestens zehn Prozent einstellen - Tendenz steigend.” Wenn das passiert wollen dann bestimmt viele Kunden zurück zu den gesetzlichen Krankenkassen. Aber das wird dann nicht mehr möglich sein. Oder würden Sie einen Freund verzeihen nachdem er ihnen den Rücken gekehrt hat weil der andere sich zu jener Zeit als ein besserer Freund erwies? Natürlich nicht! |